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In den Urner Alpen - Von Göschenen nach Realp im Juli 2019

Am 8. 7. machten sich 9 fitte Bergsteigerdamen bei regnerischem Wetter auf nach Göschenen im Kanton Uri in der Schweiz. Nach der Ankunft am Parkplatz wurde der gepackte Rucksack geschultert und wir stiegen auf zum ersten Ziel, der Salbithütte.

Es war noch ein wenig nass, doch dann hatten wir absolutes Wetterglück. Wolkenfelder, Nebelschwaden und Sonnenstrahlen versetzten uns manchmal in mystische Welten. Von der Salbithütte auf 2105m gelangten wir über die spektakuläre Salbithängebrücke und mehrere Eisenleitern an der Steilwand und über unzählige Schneefelder und Gebirgsbäche zur Voralphütte auf 2126m. Immer wieder konnten wir den harten Urner Granit spüren, mussten Blockgrate überklettern und der lange Winter machte sich durch die noch sehr hartnäckig vorhandenen Schneefelder bemerkbar. Von der Voralphütte ging es dann zur Chelenalphütte: Wir stiegen auf zum Horefellistock und über den Hochschijen (2600 m) zur Bergsee-Hütte, die uns zur Mittagsrast einlud. Mit fast 9 Stunden war es unsere längste Tagesetappe. Und keiner aus unserer Gruppe hatte Anzeichen von Erschöpfung. Von der Chelenalphütte zur Dammahütte war es eine kürzere Strecke, doch landschaftlich sehr reizvoll. Hoch über dem Göschener Alpsee sind wir gelaufen und unterhalb des Dammagletschers. Die kleine Dammahütte (2439m) mit 20 Schlafplätzen hatte bei uns allen einen besonderen Eindruck hinterlassen. Sehr nettes und sehr freundliches Hüttenpaar, gemütliches Ambiente in der etwas beengten Hütte. Liebevoll gedeckter Tisch und hervorragendes Essen. Ein Erlebnis war noch die Hubschrauberlandung zur Versorgung der Hütte mit Lebensmitteln. Auch bekam in der Dammahütte jeder von uns einen Bergkristall, Bedingung war 5 Göschener Hütten besucht zu haben. Dank Gerlinde, die sich um die Stempel gekümmert hatte, war das Bergkristallgeschenk ein voller Erfolg. Am nächsten Tag ging es von der Dammahütte etwas steil bergauf zur Lochberglücke, mit 2815m unser höchster Punkt bei der Tour. Dann rüber ins Ursener Tal zur Albert-Heim Hütte. Bevor wir den letzten Aufschwung genommen haben zur Hütte, hielten wir am rauschenden Gletscherbach, und die ganz Mutigen nahmen ein Bad im eisigen kalten Wasser. Und alle anderen hielten zumindest die Füße rein, eine königliche Erfrischung. Am Nachmittag des vorletzten Tages waren wir auf dem Albert-Heim Hütte (2543m) angekommen, und es fing an zu regnen. Die Hütte ist ganz neu gemacht worden und erst seit 3 Wochen wieder in Betrieb. Viel Holz, und alles roch neu! Ein Highlight war noch der Auftritt einer irischen Sängerin, die mit ihrer Gitarre ein Konzert in der Hütte gab. Unser letzter Tag begann dann sehr kalt mit Regen und Graupelschauern. Doch nach 1 Stunde im Abstieg schien schon wieder die Sonne. Im Talort Realp haben wir mit der Matterhorn-Gotthard Bahn die Rückreise angetreten. In Andermatt mussten wir noch umsteigen, fuhren durch die Schöllenenschlucht runter nach Göschenen, und kehrten zu unseren geparkten Autos zurück. Auf der Rückfahrt, am Nachmittag haben wir uns noch eine Pause an Walensee gegönnt, Kaffee am Kiosk und für einige der Gruppe ein Bad um Walensee.  Eine gelungene Woche, 6 Tourentage, in herrlicher ruhiger Bergwelt umgeben von rauem Granit, herrlichen Blumenwiesen, rauschenden Bergbächen und vielen Schneefeldern und zerklüften Gletschern ging zu Ende. Unser Dank gilt in besonderer Weise der fachkundigen Führung und hervorragender Organisation von Angelika.

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