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Auf den „Hirschbichel“ am 12.Oktober 2020

Nachdem auch die Tour auf die „Montscheinspitze“ coronabedingt nicht stattfinden konnte, fiel die Wahl für die Ersatztour auf einen einsamen Aussichtsgipfel, den 1935m hohen „Hirschbichel“.  Zwischen seinen bekannten Nachbarn, dem „Hohen Ziegspitz“ und dem „Kramer“, fristet der „Hirschbichel“ nördlich der Stepbergalm ein ruhiges, einsames Dasein. 

Die Wetterprognose war nicht gerade „kuschelig“ mit Regen am Vormittag, Wolkenhimmel und Schnee mit Minusgraden in den Höhen. Doch anstatt uns Daheim zu verkriechen, machten wir uns zu sechst mit Angelika auf den Weg nach Garmisch Partenkirchen.  Gemäß dem alten Grundsatz: „ Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung“.
Von dem Berggasthof „Almhütte“ aus starten wir im Nieselregen und grauem Wolkenhimmel. Wir wählen die Aufstiegsvariante über den landschaftlich wunderschönen Steig durch die „Kalk-Schluchten-Welt“ des „Gelben Gwänd“. Schon bald können wir unsere Regenjacken einpacken und die Stimmung um uns herum lässt uns zu einer inneren Ruhe kommen, dankbar, uns auf den Weg gemacht zu haben. Wenn die Nebelschwaden und Wolkenformationen den Blick auf das gegenüberliegende Wettersteingebirge mit Zugspitze und Alpspitze frei gaben, blieben wir staunend stehen und bewunderten das einzigartige Naturerlebnis. Der schmale Pfad führte uns durch die gelblich erdfarbene Landschaft nach oben, an einem Hangrücken entlang bis zur „Stepbergalm“. Diese hat wegen Schnee schon geschlossen. Hier machen wir  Brotzeit und freuen uns, als es ein paar warme Sonnenstrahlen durch die Wolken schaffen.  Auf dem Weiterweg ist der Himmel nur noch wolkenverhangen und die Landschaft verändert sich immer mehr in eine Winterlandschaft. Zunähst weglos über ein Wiesengelände, dann über einen Steig durch verschneite Latschen, der uns zu einem Grat östlich des Gipfels führt. Von hier aus ist auch die Sicht auf viele Ammergauer Gipfel im Norden frei. Im Nordosten ist der “Vordere Felderkopf“, die „Notkarspitze“ und viele weitere bekannte Gipfel schön zu sehen. Natürlich auch der direkte Nachbar, der „Kramerspitz“. Wir folgen dem Grat nach Westen bis zum Gipfel des „Hirschbichl“.  Das Gipfelkreuz zeigt sich uns als bizarres Eis- und Schneegebilde, wie nur die Natur es erschaffen kann. Richtung Süden geben die Wolken nur kurzzeitig den Blick auf das Zugspitzmassiv frei.
Eine Weile lassen wir die besondere Winterstimmung auf uns wirken und machen uns angesichts der kalten Temperatur bald auf den Rückweg hinab ins Tal.  Rechtzeitig vor beginnendem Nieselregen sind wir wieder zurück an der Almhütte, die sich als „Windbeutelalm“ einen Namen gemacht hat. Hier kehren wir noch ein und lassen uns die riesigen Windbeutel mit einer Tasse Kaffee schmecken. Mit dem Vereinsbus geht es anschließend wieder zufrieden nach Hause.

Verfasst von Friederike

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