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Über traumhafte Blumenwiesen und Schneefelder auf dem Prättigauer Höhenweg

Nach langer Zeit der Tourenabsagen wegen Corona freuten sich um so mehr 8 flotte Wanderer samt Tourenführung auf die erste mehrtägige Sektionstour 2021 des AV Peißenberg ins Prättigau.

Los ging es in Malans (568m) mit der Älplibahn. Wetter hatten wir ein sehr gutes, nur ein paar Schönwetterwolken haben uns begleitet. Über liebliche Alpwiesen schweifte unser Blick und wir konnten uns an  der Blütenpracht kaum satt sehen.  Über Vorderalp und Alp Bad (1954m) gelangten wir zu einem Felstunnel und weiter zur Alp Ijes. An einer Südflanke entlang, sogenannte Sanalade, konnten wir bereits die Schesaplana Hütte (1908m) erkennen, unser heutiges Tagesziel. Von den sehr freundlichen und netten Wirtsleuten wurden wir freundlich empfangen und fürsorglich bewirtet.

Am 2. Tag, nach einer erholsamen Nacht und sehr gutem Frühstück starteten wir die Besteigung des Schesaplana Gipfels, der höchsten Erhebung im Prättigau (knapp 3000 m hoch).  Das Wetter war wie gemacht für diesen Tag, denn  es war ein klarer Himmel,  sehr warm und ein herrlicher Sonnenschein. Bereits nach 1 Stunde Anstieg kam die erste Schwierigkeit: Steilhang mit Schneefeld zum Queren! Dank der kompetenten  Führung von Angelika und der Kraft der Eispickel war die Herausforderung bald geschafft. Doch es ging so weiter! Viel Schnee und trotzdemErfolg, denn der Gipfel (2965m) wurde von uns erreicht. Die Gruppe hat sich riesig darüber gefreut. Der kalte Wind oben am Gipfel allerdings war keine Einladung, es ging  dann schnell zum Abstieg: Richtung Gamsfurgga über die Totalphütte hoch über dem Lüner See. Im Vergleich zum Aufstieg gab es hier auf der Ostseite noch wesentlich mehr Schneefelder! Es war ein sehr erfolgreicher und erfreulicher Gipfeltag bei Bilderbuchwetter für alle Teilnehmer.

Am 3. Tag, nach einer weiteren Übernachtung auf der Schesaplanahütte, sind wir eine Sonnenterasse gegangen, quasi ein landschaftlicher Traum, und wieder gutes Wetter!  Über das Cavelljoch (2239m, Grenze Schweiz-Österreich), nochmal ein Blick auf den Lüner See. Weiter ging es unterhalb der Kirchlispitzen und den Drusentürmen bis an den Fuß der Sulzfluh zur Carschina Hütte (2221m).

Am 4. Tag ging es erst mal abwärts: Abstieg nach Partnun. Und es scheint wieder die Sonne!! Unsere Gruppe machte Mittagspause an einem alten Stall und teilte sich dann. Die “müde” Gruppe hat alle Sonnestrahlen genossen und sich ausgeruht mit Blick auf die bunten satten Blumenwiesen, die fitteren Teilnehmer sind noch den steilen Weg hochgestiegen zum Antönier Joch (2379m). Ein sehr lohnenswertes Ziel mit altem Zollhaus und Grenzunterstand oben am Joch und dem Blick hinüber nach Österreich. Dann ging es zurück und weiter nach Dörfji, zur Pension Edelweiß (1747m) am Gafierbach. Wir passierten den markanten Schlangenstein, nach einer alten Sage soll der hl. Antonius alle Schlangen dieses Tales verbannt haben. Ruhe und Stille, das konnten wir genießen in der sehr fürsorglich geführten Pension Edelweiß.

Am 5. und letzten Tag unserer Tour hatte der hl. Petrus dann zunächst kein Einsehen mehr mit uns, es hatte die ganze Nacht schon geregnet, und es ist deutlich kühler geworden. Trotz allem sind wir sehr früh am morgen gestartet, mit Regenkleidung ausgerüstet und sind durch Regen, Nebel und vielen Wolken zum Rätschenjoch aufgestiegen. Ein paar Schneefelder waren wieder zu queren, und  siehe da, am Joch oben riß die Wolkendecke auf, und wir hatten ihn wieder, den Sonnenschein. Dann kam nur noch der Abstieg auf etwas vermatschten Wegen (durch den Regen der vergangenen Nacht) zur Bergstation der Madrisa Bahn. Schnell waren wir dann im Tal angekommen, in Klosters, und die Zivilisation hatte uns wieder. Nach der Bahnfahrt zurück nach Malans ging es nach Hause! Eine Höhenwanderung ging zu Ende, die Dank fachkundiger Führung von Angelika für alle ein eindrucksvolles Erlebnis war.

verfasst von Franziska Hingst

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