Wiederauflage von „Bike & Steig“ im Jubiläumsjahr 2018

Frank & Michael hatten sich im Vorjahr entschlossen, eine weitere Auflage von Bike & Steig anzubieten.

 

Diesmal zog es uns in der letzten Pfingstferienwoche in die Region des Gardasees. Start um kurz nach 6 Uhr am Morgen in Richtung Süden. Geplant war der Klettersteig Via Ferrata delle Aquile. Wir wären mit der Seilbahn von Andalo bis zum Rifugio Paganella gefahren. Die Bahn fuhr zwar - aber leider ohne uns. Frank suchte vergeblich eine offene Kasse, bis er erfuhr, dass die Bergbahn erst am 02. Juni öffnet. Würde ja noch passen für die geplante Rückfahrt am 03. Juni. Was tun? Nun, wir bezogen erst das Quartier in Pietramurata „Camping Daino“ und fuhren anschließend nach Drena und gingen den Via Ferrata Rio Sallagoni auch bekannt unter „Dschungel-Klettersteig“. Am Abend wurde gegrillt, Geschichten erzählt und viel gelacht.

In der Nacht zum 29. Mai fing es an zu regnen bis in den Morgen hinein. Nach dem Frühstück wurde beratschlagt, ob es auf MTB-Tour oder lieber zum Mori Klettersteig geht. Als das Wetter immer mehr aufmachte war die Entscheidung gefallen. Wir hielten am Plan fest, heute eine MTB-Tour zu fahren. Michael hatte eine Tour herausgesucht, die uns zum Passo della Morte führte. Ab Sarche fuhren wir die SS237 bis zum Abzweig nach Ponte Arche entlang der Felswand. Nach kurzer Rast in Comano und dem Blick nach hinten entschlossen wir uns, weiter zu fahren. Der Regen holte uns in der Schlussabfahrt nach Sarche ein. Mit einem guten Cappuccino und einem Apfelstrudel in der Bar Miravelle beendeten wir die Tour. Ein grandioser Blick in Sarcatal war uns gegönnt.

Jetzt am dritten Tag stiegen wir zur Via Ferrata Che Guevara auf. Gewitter wurden erst zum Abend angesagt aber es kam anders. Wir brauchten um einiges länger als die Tourenbeschreibung vorgegeben hatte. Doch kurz bevor uns das Gewitter eingeholte waren wir über eine prächtige Wiese auf den schönen Gipfel gelangt und konnten sogar noch ein Gipfelfoto aufnehmen. Frank holte den Bus, den er am Morgen auf einem Parkplatz in der Nähe abgestellt hatte. Am Abend haben wir gemeinsam gekocht und uns die Bilder vom Tag angesehen. Alle waren der Meinung schön wars...

Am vierten Tag wollten wir vom Ledrosee zum Tremalzo und über Pregasina zurück zum Lago fahren. Leider spielte das Wetter am Morgen nicht mit. Die Tour wurde kurzer Hand umgeplant. Als der Regen gegen 10 Uhr aufhörte fuhren wir mit dem AV-Bus nach Arco. Von dort starteten wir zum Monte Velo und weiter bis St. Babara. Gestärkt fuhren wir den Weg 637 Richtung Nago und weiter auf einem alten Karrenweg bis Torbole. Jetzt hatten wir uns alle ein Eis verdient...

Tag fünf: Fahrt nach Mori zur Via Ferrata Monte Albano. Ein Klettersteig der besonderen Klasse - Kategorie C/D. Teilweise richtig luftig aber sehr schön. Alle waren von dem Klettersteig begeistert. Natürlich gab es auch hier wieder nach dem Klettersteig eine Belohnung. Auf zur nächsten Gelateria.

Die Wetterprognosen für den sechsten Tag waren vielversprechend. Wir wagten einen zweiten Versuch zum Tremalzo. Frühstück um 6 Uhr und danach gleich zum Ledrosee fahren hat sich rentiert! Leider konnte Frank nicht mitfahren, da seine Tochter krank geworden war.  Somit konnte uns Frank aber zum Ledrosee fahren und den AV-Bus gleich wieder mit zur Unterkunft nehmen.

Um 11:20 Uhr waren wir am Refugio Tremalzo. Diesmal mit wenig Shuttleverkehr! Die Wilden kamen erst nachdem wir wieder in Aufbruchsstimmung waren.

Die nahenden Regenwolken hatten uns veranlasst, keine lange Pause zu machen, sondern gleich zum Passo Nota abzufahren. Da gab es ein kühles Getränk und es kamen viele Mountainbiker an. Jetzt war es nicht mehr weit bis Pregasina. Hier gönnten wir uns einen Cappuccino. Mit dem nahenden Ende kamen auch die Wanderer. Auf dem Weg nach Riva wurden es immer mehr und wir mussten besonders aufpassen. Frank hatte uns am großen Einkaufzentrum in der Nähe von Arco aufgelesen. Nach einem ausgefüllten Tag fuhren wir zurück zur Unterkunft.

Wie die Zeit vergeht. Heute ist der Letzte Tag von Bike & Steig. Geplant ist, nach Andalo zu fahren, um den Klettersteig Via Ferrata delle Aquile zu machen. Dieser Klettersteig ist ein modern eingerichteter Steig in Seilbahnnähe. Erst leicht absteigend, dann steiler bergab, schließlich weit und ausgesetzt querend warteten dann im Ausstiegsbereich die moralisch anspruchsvollen Passagen. Neben einigen Seilbrücken waren im Aufstieg zwei verdrehte Strickleitern zu meistern, die bei jedem Schritt ganz schön ins Wackeln kamen. Alle schlugen sich tapfer, doch der Blick ins Tal verriet, dass der Rückreiseverkehr längst eingesetzt hatte und es auf der Autobahn im stop and go „voran“ ging. Also kein Grund zur Eile! Mit der Seilbahn gings bergab und alle genossen den herrlichen Brentablick. In Mezzocorona wartete die letzte Eisdiele der Tour auf uns und wir verabschiedeten uns mi Eis und Cappuccino von bella Italia.

Unsere Heimfahrt verlief reibungslos. Wir kamen zügig voran – das Abwarten zahlte sich also aus. Am späten Abend waren alle wieder zu Hause. Es werden sicher viele Erinnerungen bleiben und die schönen Bilder werden uns so schnell nicht aus dem Kopf gehen!

Michael und Frank freuen sich sehr, dass auch das 2018er „Bike und Steig“ unfall- und verletzungsfrei verlief. Danke an alle Mitstreiter, die jeder/r auf seine Weise zum Gelingen der Tour beitrugen. Auf ein Neues!

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